Strichfigur zeigt nach oben rechts

Rückblick Anthropoi Selbsthilfe Tag 2026

Obergute Stimmung in Oberursel

am Anthropoi Selbsthilfe-Tag

„Was ist gute Arbeit? Selbstbestimmung, Rechte, Chancen“ am 19.09.2026

Der diesjährige Selbsthilfe-Tag von Anthropoi Selbsthilfe fand in Oberursel bei Frankfurt am Main statt. Wir waren zu Gast in den schönen Räumen der Albrecht-Strohschein-Schule, wo alles für uns bestens vorbereitet war. Über 50 Teilnehmende kamen zusammen, darunter viele Selbstvertreter*innen von den Lebensorten, dazu Angehörige, Mitarbeiter*innen, Assistenzpersonen und die Organisator*innen.

Die Tagung wurde durch den Vorstand von Anthropoi Selbsthilfe eröffnet. Im anschließenden Podiumsgespräch teilten Menschen mit Assistenzbedarf ihre Erfahrungen mit Arbeit und Ruhestand. Sie berichteten, wie bestätigend es ist, aber auch welche Assistenz es erfordert, an einem Büroarbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig zu sein. Wie wichtig es ist, für sich selber die richtige Arbeit in einer WfbM zu finden. Dass es als Werkstattrat auch Spaß macht, für die Beschäftigten zu sprechen und zu besseren Arbeitsbedingungen beizutragen. Und dass es im Ruhestand nicht langweilig wird, wenn man selbst den Tag mitgestalten und sich weiterhin in der Gemeinschaft nützlich machen kann.

Nach der Kaffeepause, in der man neue und alte Bekannte treffen konnte, ging es in die Arbeitsgruppen, die rund um die Frage „Was ist gute Arbeit?“ kreisten. Es ging um den Übergang von der Schule ins Arbeitsleben, um das kollegiale Miteinander, um die Ausgestaltung von arbeitsfreien Zeiten wie Pausen, Urlaub und Rente, um Mitbestimmung und Werkstatträte sowie um die Tätigkeit in Förderbereichen. Die wichtigsten Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden am Nachmittag im Plenum präsentiert und diskutiert. Hier zeigen wir daraus ein paar Schlaglichter:

Wir möchten mitbestimmen können, welche Arbeit wir machen und wie wir sie machen.

Wir möchten verschiedene Arbeitsplätze und Tätigkeiten ausprobieren, damit jede*r die passende Werkstattarbeit findet und im Lauf des Lebens auch wechseln kann.

Wenn ich mit meiner Arbeit zufrieden bin und sie mitgestalten kann, fällt es mir auch leichter, meine Freizeit selber zu gestalten.

Wir wünschen uns, dass Werkstattleiter*innen und Verantwortliche an den Lebensorten einfühlsam handeln und uns zuhören. So fühlen wir uns unterstützt und werden gefördert, wie wir es brauchen.

Wir brauchen aktive Werkstatträte, die für uns sprechen.

Lernt, mutig zu sein und mitzureden!

Mit Dank an die großzügigen Gastgebenden und die engagierten Teilnehmenden ging ein lebendiger Fachtag zu Ende. Wir reisten mit vielen Anregungen nach Hause und haben den nächsten Anthropoi Selbsthilfe-Tag im September 2027 schon notiert.

Doris Bauknecht und Dr. Maya Halatcheva-Trapp

Neue Zusammensetzung des Vorstands

Bei der Mitgliederversammlung 2026 hat die Anthropoi Selbsthilfe Volker Hauburger mit großem Dank aus dem Vorstand verabschiedet. Wir bedanken uns herzlich für sein langjähriges Engagement, seine wertvolle Arbeit und seinen Einsatz für unseren Verein.

Bei den Vorstandswahlen wurden Andreas Enke, Jutta Neuhauser-Wichtler und Dr. Maya Halatcheva-Trapp in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Doris Bauknecht.

Wir gratulieren allen Gewählten herzlich und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit und die neuen Impulse für unseren Verein.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitgliedern für ihre Teilnahme an der Mitgliederversammlung und ihre aktive Mitgestaltung des Vereinslebens.

Hier finden Sie ein paar fotografische Impressionen (alle Fotos: Alfred Leuthold, Ulrike Funke, Rukiye Keskin, Illustration: Ingeborg Woitsch):